Fair investieren - Entwicklung fördern: Fünf Jahre FairWorldFonds

V.L.n.R.: John Capel (Bench Marks Foundation), Björn Drescher (Drescher&Ci.), Renate Künast (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Ingo Speich (Union Investment), Silke Stremlau (imug), Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin a.D.), Susanne Bergius (Moderation).

Der FairWorldFonds feiert sein fünfjähriges Jubiläum. Der Fonds entstand in Folge der weltweiten Finanzmarktkrise 2007/2008, die Brot für die Welt und das Südwind-Institut dazu anregte, darüber nachzudenken, wie Geldanlagen entwicklungspolitisch wirksam gemacht werden können. Nachdem mit Union Investment, GLS Bank und der Bank für Kirche und Diakonie – KD Bank Praxispartner gefunden waren, welche bereit waren sich auf das Experiment eines fairen und nachhaltigen Investmentfonds einzulassen, ist der Fonds seit seiner Auflegung im März 2010 eine Erfolgsgeschichte und zeigt mit einem aktuellen Fondsvolumen von rund 290 Millionen Euro und einer seit Auflegung in Summe positiven Wertentwicklung, dass auch Produkte mit strengen sozialen und ökologischen Kriterien sehr gut am Markt bestehen.

Das Jubiläum nahm Brot für die Welt zum Anlass, mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung „Fair Investieren – Entwicklung fördern“ am 12. März 2015 diesen Erfolg nicht nur zu würdigen, sondern auch kritische Fragen zu stellen. Die Diskutanten der Podiumsdiskussion, darunter Renate Künast (Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz) und Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin a.D.), Ingo Speich (Union Investment) und Silke Stremlau (imug Beratungsgesellschaft) stellten sich vor ca. 100 Gästen Fragen nach der entwicklungspolitischen Wirkung eines solchen Produkts undder Strahlkraft einer solchen beispielhaften Standardsetzung auf die Finanzmärkte.Erörtert wurde auch, wie Verbraucherinnen und Verbraucher sich im zunehmenden Anlagendschungel zurechtfinden können.Umstritten war, inwieweit es auch weitreichender ordnungspolitischer Vorgaben braucht, um Finanzmärkte in den Dienst einer nachhaltigen Entwicklung zu stellen. John Capel von der Bench Marks Foundation brachte Expertise aus Südafrika mit ein undstellte in Frage, inwieweit Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen der tatsächlichen Praxis entsprechen und die Einhaltung  Internationalen Standards widerspiegeln

Am Ende der Veranstaltung war klar: Der Markt für nachhaltige Geldanlagen entwächst seinen Kinderschuhen und mit ihm der FairWorldFonds. Doch um ein insgesamt eine Trendwende hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften an Finanzmärkten einleiten zu können, muss noch an vielen Stellschrauben gedreht werden.

 

Weitere Informationen zum Fonds finden Sie hier:
www.fairworldfonds.de